24-03-26

Erfolgsgeschichte: Selman Transport und Rietveld entwickeln Vergütung auf Basis des digitalen Fahrtenschreibers

Von der Pfingstrose zum neuen Standard

Fallstudie Selman Transporten i.c.w. Rietveld | März 2026

Das in Bemmel ansässige Unternehmen Selman Transporten ist seit den 1990er Jahren ein Vorreiter in Sachen Flottenautomatisierung. Mit einer Flotte von 25 LKWs, 35 Fahrern und 10 Büroangestellten gehört das Unternehmen zu den innovativen mittelständischen Transportunternehmen in den Niederlanden.

Bereits 1993 arbeitete Selman mit einem der ersten Bordcomputersysteme mit Satellitenkommunikation. Zu einer Zeit, als es kaum Standardlösungen gab, richtete das Unternehmen viele IKT-Prozesse selbst ein. Damals basierte die Zeiterfassung noch auf Fahrtenschreiberscheiben und später auf den bekannten ‚Balkendiagrammen‘. Mit dem Aufkommen des Bordcomputers hat Selman diesen Prozess schon früh weiter automatisiert.

Diese frühen Erfahrungen führten zu einer klaren Überzeugung, die auch heute noch im Mittelpunkt von Selman Transporten nl steht:

Die Rolle der IKT im Wandel: von der Unterstützung zur Kontrolle

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Technologie rasant. Doch Selman sah auch eine Kehrseite. Während die Automatisierung ursprünglich dazu gedacht war, Prozesse zu unterstützen, wurde sie in der Praxis immer mehr zu einem Mittel der Kontrolle.

Im Inneren von Selman sieht man das anders:

  • der Fahrer muss in der Lage sein, seinen Beruf sicher und optimal auszuüben
  • Systeme sollten unterstützen, nicht antreiben
  • die Verantwortung liegt in erster Linie beim Einzelnen, nicht beim System

 

Die Automatisierung darf kein Ersatz für persönliche Verantwortung sein.

Diese Vision kollidierte zunehmend mit der Rolle, die den Bordcomputern in der Praxis zugewiesen wurde.

 

CLA lässt keinen Raum für Interpretationen

Gleichzeitig ist der Tarifvertrag für den professionellen Gütertransport im Laufe der Jahre immer starrer geworden. Für Selman bedeutet dies:

  • Unterschiede in der Auslegung gibt es kaum noch
  • Abweichungen sind nicht erwünscht
  • eine Unterscheidung bei der Vergütung ist praktisch unmöglich

 

„Die Regeln sind so streng, dass Sie sich darin nicht unterscheiden können.“

Genau deshalb ist eine objektive, verlässliche und einheitliche Erfassung unerlässlich geworden. Nicht um zu steuern, sondern um korrekt und fair zu bezahlen.

 

Der Durchbruch: Bezahlen ohne Bordcomputer

Mit der Einführung des digitalen Fahrtenschreibers 2.2 ergab sich eine neue Möglichkeit. Dieser Fahrtenschreiber zeichnet Lenk-, Arbeits- und Ruhezeiten gesetzeskonform auf und bietet zusätzliche Funktionen wie Be- und Entladen.

Für Selman war dies der Wendepunkt.

Anstatt ein zusätzliches System (Bordcomputer) hinzuzufügen, kam man zu der Erkenntnis:
die notwendigen Daten sind bereits im Lkw vorhanden.

Gemeinsam mit Rietveld wurde diese Idee zu einer funktionierenden Lösung weiterentwickelt, bei der:

  • der Fahrtenschreiber 2.2 ist die Grundlage für die Zeiterfassung
  • der Qan-All Fahrzeugserver, der Fahrt- und Standortdaten liefert
  • EasyHours bietet eine automatische Entlohnung im Einklang mit dem Tarifvertrag

Damit wurde ein wichtiges Ziel erreicht: Voller Lohn ohne einen Bordcomputer.

 

Weniger Systeme, mehr Klarheit

Dieser Ansatz schafft einen einfacheren und robusteren Prozess:

  • keine doppelten Registrierungen
  • keine zusätzliche Hardware in der Kabine
  • keine Abhängigkeit von Bordcomputern

 

Der Fahrer zeichnet seine Aktivitäten über den Fahrtenschreiber auf, wie es das Gesetz vorschreibt.
Diese Daten werden automatisch zu einer korrekten Lohnvorschussberechnung verarbeitet.

Dies gewährleistet:

  • vollständige Transparenz
  • 100% GAV-konforme Vergütung
  • mehr ‚erzwungene‘ Verantwortung der Fahrer für Lenk- und Ruhezeiten
  • weniger Diskussion danach
  • weniger Ablenkungen in der Kabine

 

Die Fahrerzentrale

Ein Schlüsselprinzip von Selman ist:

„Der Fahrer ist kein Buchhalter.“

Die Vergütung auf der Grundlage von Fahrtenschreiberdaten reduziert den Verwaltungsaufwand für den Fahrer in Bezug auf die Zeiterfassung. Vor allem in einem Markt mit einem wachsenden Anteil internationaler Fahrer ist dies wichtig.

  • der Fahrtenschreiber jedem Fahrer bekannt ist
  • Betrieb ist Teil der Gesetzgebung
  • zusätzliche Systeme schaffen unnötige Komplexität

Außerdem trägt eine geringere Interaktion mit den Systemen dazu bei:

  • höhere Verkehrssicherheit
  • weniger Ablenkungen im Straßenverkehr

Planung, Kommunikation und Dokumentation erfolgen über eine separate mobile App. So bleiben die Funktionen getrennt und Sie behalten den Überblick,

 

Entwickeln Sie gemeinsam mit Rietveld

Um diese Lösung zu entwickeln, hat Selman bewusst einen Partner gesucht, der über Standardprodukte hinausgeht.

Kein Lieferant, sondern eine Partei, die sich gemeinsam entwickeln möchte.
Dieser Partner wurde in Rietveld gefunden.

Mit der Einführung des Tachographen 2.2 sahen beide Parteien das Potenzial, die Lohnabrechnung grundlegend neu zu gestalten. In einem etwa einjährigen Prozess wurde die Verbindung zwischen den Fahrtenschreiberdaten mit der Qan-All-Hardware – unter der Motorhaube – und EasyHours entwickelt, getestet und in der Praxis optimiert.

An der Zusammenarbeit waren beteiligt:

  • offene Kommunikation
  • gegenseitiges Verständnis
  • gemeinsame Problemlösung

 

René Jansen, Betriebsleiter Selman:

„Mit gegenseitigem Verständnis und Einfühlungsvermögen entwickelt man schließlich gemeinsam eine hervorragende Lösung. Wir halten die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten für unerlässlich, um unsere fleißigen Mitarbeiter sicher auf die Straße zu schicken.“

 

Relevanz für die Industrie

Die Lösung steht im Einklang mit einer breiteren Entwicklung im Verkehrssektor:

  • Daten sind zunehmend verfügbar und verknüpfbar
  • die Systeme werden transparenter
  • das Bedürfnis nach Einfachheit wächst

 

Laut Rietveld bietet dieser Ansatz vor allem Möglichkeiten für:

  • Transportunternehmen, die ohne Bordcomputer bezahlen wollen
  • Unternehmen mit Fahrtenschreiberpflicht für Transporter ab 2.600 kg
  • Unternehmen mit internationalen Fahrern
  • Transporteure, die die Gesetze und Vorschriften ohne zusätzliche Komplexität einhalten wollen

 

Fazit

Mit dieser Lösung zeigt Selman Transport, dass Innovation nicht immer bedeutet, noch mehr Technologie hinzuzufügen, sondern vielmehr das Vorhandene intelligenter zu nutzen.

Wenn Sie den Fahrtenschreiber in den Mittelpunkt stellen und den Bordcomputer loslassen, entsteht ein Modell, das:

  • einfacher
  • fairer
  • und zukunftssicher

Eine Entwicklung, die die Art und Weise, wie der Transportsektor bezahlt wird, grundlegend verändern könnte.

 

Mehr Informationen

Sind Sie neugierig auf die Möglichkeiten oder möchten Sie gemeinsam erkunden, was dies für Ihr Unternehmen bedeuten könnte? Wir würden uns freuen, mit Ihnen gemeinsam nachzudenken. Kontaktieren Sie uns.

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